27.04.2026 | Osterweddingen

VSG-Spiegel: mehr Sicherheit, auch im privaten Raum

„Sicherheitsglasspiegel sind kein Luxus, sondern Teil der Verkehrs- und Haftungsabsicherung auch im privaten Raum“, weiß Werner Pankotsch, Vertriebsleiter Basisglas in der DACH-Region für AGC Glass Europe. Während öffentliche und gewerbliche Bereiche schon durch die normativen Anforderungen der DIN 18008 gut geschützt sind, ist der Gesetzgeber in privaten Wohnungen deutlich liberaler. Hier sind VSG-Spiegel noch keine Pflicht, aber zunehmend Stand der Technik und Teil der Haftungsabsicherung im Falle eines Unfalls. Stürzt jemand in einen Spiegel und verletzt sich, prüfen Versicherer sehr genau, ob eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorliegt – wer eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, muss dafür sorgen, das Dritte nicht zu Schaden kommen.

Was eine „offensichtliche Gefahrenlage“ im privaten Bereich ist, beurteilen Versicherer nicht immer gleich, aber wenn eine vorhersehbare Kollisionsgefahr besteht, droht die Haftung. Pankotsch erläutert: „Das kann zum Beispiel bei großen Spiegeln im Flur – die ja durchaus üblich sind – schnell der Fall sein, aber auch bei Montage in Stoßhöhe oder gegenüber einer Tür. AGC Glass Europe rät darum auch für den privaten Bereich immer dazu, dass VSG-Spiegel eingesetzt werden.“ Wie zum Beispiel „Stratobel Mirox“, der sich funktional und ästhetisch nicht von einem herkömmlichen Mirox-Spiegel unterscheidet, aber die Schutzfunktion von Verbundglas besitzt. „Diese Spiegel ermöglichen es, im privaten Raum ähnliche innenarchitektonische Vorteile zu nutzen, wie in schicken Hotels oder modernen öffentlichen Bereichen. Das können spiegelnde Wandverkleidungen zur optischen Vergrößerung von Räumen oder zur Lichtlenkung sein, aber auch Spiegel in Trennwänden und vielen weitere Interieur-Anwendungen. Was die Sicherheit betrifft, sollte man einfach im Hinterkopf haben, dass im öffentlichen Raum aus guten Gründen schon lange vorgeschrieben ist, dass alle zugänglichen Glasflächen ein sicheres Bruchverhalten aufweisen müssen, also als Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) ausgeführt sind.“

Mono oder Duo?

Die Verbundglasspiegel von AGC Glass Europe sind, gemäß unterschiedlicher Anwendungen, in zwei Varianten verfügbar: „Stratobel Mirox Duo“ besteht aus zwei Spiegelglasscheiben, zum Beispiel für die beidseitige Nutzung in raumstrukturierenden Trennwänden, „Stratobel Mirox Mono“ besteht aus einer Scheibe Spiegelglas und einem Floatglas, etwa für Wandverkleidungen, um Räume optisch zu vergrößern und mit Licht und Reflexion zu spielen. Beide Versionen sind mit einer oder zwei speziellen PVB-Folien mit besonders hoher Haftung laminiert, um erhöhte Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten. Mit einer Folie erreicht der Sicherheitsspiegel die Sicherheitsklasse 2B2 gemäß EN 12600 – eine häufig geforderte Sicherheitsklasse im Objektbereich, wenn ein Schutz gegen Stoßbeanspruchung gefordert ist, zum Beispiel für Wandverkleidungen in Verkehrsflächen. Mit zwei Folien ausgestattet wird darüber hinaus sogar die Klasse P2A gegen Durchwurf oder Durchbruch gemäß EN 356 erreicht. So erfüllt Stratobel Mirox weitaus höhere Anforderungen als die EN 1036-1 für Standardspiegel vorgibt.

Für besondere Nachhaltigkeit und Langlebigkeit sorgt eine kupfer- und bleifreie Schutzlackierung der Silberschicht – die Luftqualität bleibt erhalten, da flüchtige organische Verbindungen (VOC) und Formaldehyd nur in sehr geringem Umfang emittiert werden. Stratobel Mirox ist in vier Stärken (33.1, 33.2) verfügbar und trägt die CE-Kennzeichnung gemäß der harmonisierten Norm EN 14449:2005.

Mehr Informationen zu Spiegeln, Designgläsern und weiteren Produkten von AGC Glass Europe finden Interessierte unter www.agc-yourglass.com oder direkt im Shop unter www.agc-store.com.

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